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Kosten der Kfz-Versicherung



Um ein Fahrzeug für den Straßenverkehr zulassen zu können, schreibt der Gesetzgeber vor, dass mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss. Diese regelt alle die Schäden, die Dritten in Form von Personen-, Sach- oder Vermögensschäden zugefügt werden und schützt den Versicherungsnehmer zeitgleich vor unbegründeten oder überhöhten Forderungen des Unfallgegners. Auf freiwilliger Basis kann dieser Versicherungsschutz durch eine Kaskoversicherung erweitert werden, wodurch nicht nur die Schäden Dritter, sondern auch die Schäden am eigenen Fahrzeug abgesichert sind.

Die Kosten für die Kfz-Versicherung ergeben sich aus einigen Faktoren, die bei der Beitragsberechnung immer berücksichtigt werden, darüber hinaus arbeiten Versicherer jedoch mit teils sehr unterschiedlichen Kriterien und Rabattsystemen. Zu den grundlegenden Faktoren, die Einfluss auf die Kosten für die Kfz-Versicherung nehmen, gehören die Typenklasse, die Regionalklasse sowie die Schadensfreiheitsklasse. Grundlage für die Typen- und die Regionalklasse bilden statistische Werte, die aufzeigen, wie häufig es zu Schadensfällen kam und welche Kosten durch diese Schadensfälle verursacht wurden.

Dabei gibt die Typenklasse die Schadenshäufigkeit und Kostenhöhe im Bezug auf ein bestimmtes Fahrzeugmodell wieder, die Regionalklasse orientiert sich an der Region oder an dem Ort, an dem das Fahrzeug zugelassen ist. Bei den sogenannten Schadensfreiheitsklassen handelt es sich um ein Rabattsystem, das sich daraus ergibt, wie viele Jahre ein Versicherungsnehmer schadensfrei fährt. Je länger der Versicherungsnehmer ohne Schaden bleibt, desto höher ist seine Schadensfreiheitsklasse und desto höher ist der gewährte Schadensfreiheitsrabatt. Da sich die Schadensfreiheitsklasse auf den Versicherungsnehmer selbst bezieht und für die gesamte Zeit gilt, in der ein Versicherungsvertrag bestanden hat, bleibt die Einstufung in die Schadensfreiheitsklasse auch bei einem Wechsel der Versicherung erhalten. Ein weiterer Faktor, der üblicherweise Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie nimmt, sind die vereinbarten Deckungssummen. Hierbei handelt es sich um die Höchstgrenzen der Versicherungsleistungen, also um die Summen, die die Versicherung für die Regulierung eines Schadens maximal einsetzt.

Je höher die Deckungssummen vereinbart werden, desto höher ist auch die Versicherungsprämie, allerdings schreibt der Gesetzgeber die Mindestdeckungssummen vor. Je nach Versicherer werden bei der Berechnung der Prämienhöhe weitere Faktoren berücksichtigt. Häufig werden Rabatte gewährt, wenn das versicherte Fahrzeug regelmäßig und vor allem nachts an einem sicheren Ort wie beispielsweise einer Garage oder einem abschließbaren Ort geparkt wird, wenn das Fahrzeug nur von dem Versicherungsnehmer gefahren wird oder wenn die Fahrer alle eine bestimmtes Alter erreicht haben oder auch wenn sich die jährliche Kilometerleitung innerhalb bestimmter Grenzen bewegt.

Zudem können sich auch die Berufsgruppe des Versicherungsnehmers, das Alter und die Ausstattung des Fahrzeugs oder der Abschluss und das Bestehen weiterer Versicherungen bei dem jeweiligen Anbieter positiv auf die Kosten für die Kfz-Versicherung auswirken. Insgesamt können die Kosten für eine Kfz-Versicherung bei vergleichbaren Leistungen und Voraussetzungen deutliche Unterschiede aufweisen, weshalb ein Versicherungsvergleich durchaus anzuraten ist, wobei dies sowohl beim Abschluss einer neuen Versicherung als auch im Hinblick auf die Überprüfung und Optimierung bestehender Verträge gilt.




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